Weichmagnetische Legierungen sind äußerst empfindlich gegenüber Mikrostruktur und Eigenspannungen. Ihre magnetischen Eigenschaften hängen nicht nur von der chemischen Zusammensetzung ab, sondern stehen auch in engem Zusammenhang mit den Verarbeitungstechniken. Eine unsachgemäße Prozesskontrolle kann zu einer verringerten magnetischen Permeabilität, erhöhter Koerzitivfeldstärke oder höheren magnetischen Verlusten führen.
Daher ist eine systematische Prozesskontrolle bei der Verarbeitung weichmagnetischer Legierungen unerlässlich.
Schmiedeprozesskontrolle
Während der Herstellung weichmagnetischer Legierungen kann ein gut konzipierter Schmiedeprozess die innere Struktur wirksam verbessern, indem er:
die Materialdichte erhöht
die Kornverteilung optimiert
innere Defekte reduziert
die Stabilität der magnetischen Eigenschaften erhöht
Wichtige Parameter wie Deformationsgrad und Endschmiedetemperatur müssen sorgfältig kontrolliert werden, um ein abnormales Kornwachstum oder strukturelle Inhomogenitäten zu vermeiden.
Bei Nickel-Eisen-weichmagnetischen Legierungen (wie 1J79) ist die Mikrostrukturkontrolle nach dem Schmieden besonders kritisch.
Bearbeitungsaspekte
Bei der Bearbeitung ist besondere Aufmerksamkeit geboten für:
Schneidparameter
Kühlmethoden
Oberflächenrauheit
Von der Bearbeitung induzierte Spannungen
Übermäßige Bearbeitungsspannungen können sich nachteilig auf die magnetischen Eigenschaften auswirken. Daher ist in der Regel eine Spannungsarmglühung nach der Fertigstellung erforderlich.
Für hochpräzise Magnetkerne oder Abschirmkomponenten ist eine strenge Kontrolle der Maß- und Geometrietoleranzen besonders wichtig.
<i=Wärmebehandlungs- und Glühprozesse
Weichmagnetische Legierungen benötigen in der Regel spezielle Glühbehandlungen, um die magnetischen Eigenschaften wiederherzustellen und zu verbessern, darunter:
Vakuumglühung
Glühung in Wasserstoffatmosphäre
Spannungsarmglühung
Glühtemperatur, Haltezeit und Abkühlrate haben alle direkte Auswirkungen auf die endgültige magnetische Permeabilität und die magnetischen Verluste.
Anwendungspassung und Prozessintegration
Weichmagnetische Legierungen finden breite Anwendung in:
Motor- und Transformatorkerne
Sensor-Magnetkreise
Magnetische Abschirmkomponenten
Hochfrequenz-Leistungselektronikkomponenten
Verschiedene Anwendungen stellen unterschiedliche Anforderungen an magnetische Eigenschaften, Maßgenauigkeit und strukturelle Festigkeit. Die Verarbeitungswege sollten daher in Abstimmung mit den Endnutzungsbedingungen ausgelegt werden.
Unsere Kompetenzen
Wir bieten an:
Geschmiedete Rohlinge aus weichmagnetischen Legierungen
Lieferung von Stangen und Platten
Präzisionsbearbeitung
<p:Integrierte WärmebehandlungsdiensteDurch die integrierte Abstimmung von Werkstoffauswahl, Schmiedekontrolle und Präzisionsbearbeitung gewährleisten wir ein stabiles Gleichgewicht zwischen magnetischen Leistungsparametern und struktureller Integrität.
Für detaillierte Informationen zu spezifischen Güteklassen, Spezifikationen oder der Machbarkeit der Bearbeitung stehen wir Ihnen gerne für weitere Gespräche zur Verfügung.





